Im Gebiet befinden sich bereits zahlreiche Bestandsbäume, Straßen, Grünflächen, zwei Kleingartenvereine sowie ein Tennisverein inklusive Vereinshaus und Indoorsporthalle. Anstatt bereits vorhandene Strukturen zu entfernen und neue zu schaffen, bestand unsere Kernidee bereits von Anfang an darin, diesen Bestand einzubinden und zu erweitern. So wird beispielsweise der Tennisverein TC Niederursel mit einer Integrierten Gesamtschule kombiniert und ermöglicht den Schülern so körperliche Aktivität in unmittelbarer Umgebung. Die vorhandenen Kleingartenvereine bleiben ebenfalls bestehen.
Die Anliegen der Bewegung „Grün statt Beton“ waren ein weiteres Kriterium bei unserem Entwurfsprozess. Das Ziel war einen Kompromiss zwischen beiden Parteien zu finden und somit das Gebiet auch für die Aktivistinnen und Aktivisten attraktiv zu gestalten und einer Denaturierung des Gebiets entgegenzuwirken.
Diese zahlreichen Grünflächen bilden somit die Lunge des Gebiets.
Um den Steinbach herum befindet sich ein Fußgänger- und Fahrradweg, der an das Fahrradpendlernetz der Stadt Frankfurt anschließt. Die Dächer verfügen über Solar- und Photovoltaikanlagen, wodurch die Gebäude größtenteils autark mit Strom versorgt werden. Eine zusätzliche
Dachbegrünung kühlt darüber hinaus das Gebäudeinnere ab.
Um einer Monotonie der Bebauung entgegenzuwirken, haben wir uns gegen das Prinzip der Blockrandbebauung entschieden; vielmehr entstanden so aufgelockerte Gebiete zwischen deren Gebäude sich Innenhöfe bilden, die für die Gemeinschaft genutzt werden können und so das Zusammenleben stärken. Zusätzlich dienen diese Höfe als Start- und Landefläche für Drohen, die in der Zukunft Pakete zustellen könnten.
Sondergebäude, wie etwa die Schule, der Tennisverein oder die Bürobauten erhalten eine andere Höhe und Topologie um sich von den restlichen (Wohn-)Gebäuden abzuheben. Die hohen Bürogebäude separieren dabei das Gebiet von der angrenzenden A5 und schützen die Anwohner vor Unruhe und Lärm, der durch die Autobahn verursacht wird.


