Mutationen als spontan auftretende Transformationen geben Architektur und urbanen Räumen eine neue Bedeutung. Sie erschaffen ungewohnte Perspektiven und bedeutungsvolle Ambiguitäten aus gebautem Raum und Landschaft.
In kollektiver Praxis schauen wir auf unsere Universitätsstadt und ihr nahes Umfeld. Wir fragen nach Genese, Topografie, Nutzung und Atmosphäre, was Siegen war, ist und wird.
Dabei zeigt sich: Transformation ist ein offener Prozess, ein Aushandeln zwischen Menschen und ihrer räumlichen wie zeitlichen Umgebung. Sie geschieht in unterschiedlichen Maßstäben und deren Wechselwirkung: geopolitische Entwicklungen, städtebauliche Aufgaben, Muster des Alltags und Sinnesumwelt.
Manches ist intentional, anderes entzieht sich der Kontrolle. So lesen wir diese polyzentrische Stadt als Produktionsstätte spekulativer Zukünfte.
Die Ausstellung Spatial Mutations zeigt diese Spekulationen. Erarbeitet wurden sie mit Studierenden der neuen Architekturschule Siegen.